Neue Blog-Serie: Erfolgreicher Einstieg in den CB-Funk (Teil 1)

    • Kannst du mir Tipps zum TCB-Funkgeräte Kauf geben?
    • Wie starte ich mit CB-Funk?
    • Gibt es Info-Seiten zum Einstieg in den CB-Funk?
  • Solche und viele ähnliche Fragen erreichen mich in letzter Zeit über Youtube, diesen Blog und teilweise auch über Facebook.
  • Nicht nur durch die deutsche Prepper-Szene haben in den vergangenen Monaten viele Neueinsteiger den Weg zum CB-Funk gefunden.
    Um nun den Einstieg so einfach wie möglich zu machen und viele an mich gestellte Fragen zu beantworten, habe ich mich dazu entschieden eine kleine Serie in meinem Blog zu verfassen, die sich mit dem Thema “Erfolgreicher Einstieg in den CB-Funk” beschäftigt.
  • Erst einmal etwas Geschichte:
  • Der CB-Funk (engl. citizens band radio) ist eine Jedermannfunkanwendung, ein kostenfrei nutzbarer Sprech- und Datenfunk, dem ein Frequenzband um 27 MHz (11-Meter-Band) zugewiesen ist. Der dem CB-Funk zugeteilte Frequenzbereich liegt am oberen Ende der Kurzwelle und reicht in Deutschland von 26,565 MHz bis 27,405 MHz (80 Kanäle), europaweit von 26,965 MHz bis 27,405 MHz (40 Kanäle).
    (Quelle Wikipedia.de)
  • 1975 wurde der CB-Funk in (West-) Deutschland frei gegeben. Zunächst nur auf 12 Kanäle AM (Amplitudenmodulation) und 0,5 Watt Sendeleistung. Später kam dann FM (Frequenzmodulation) und die schrittweise Erweiterung der Kanäle hinzu.
  • Mittlerweile sind Geräte mit 80 FM-, 40 AM- und 40- SSB Kanäle zugelassen. Die Sendeleistung ist auf 4 Watt für FM und AM, sowie 12 Watt SSB erlaubt.
  • Wer noch mehr über die verschiedenen Modulationsarten sowie noch ausführlicher etwas zur Geschichte des CB-Funk lesen will, findet auf Wikipedia die entsprechenden Beiträge.
    Erster Schritt: Die Wahl des richtigen Funkgerätes

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Funkgeräten:

    • Heimstation zum Betrieb direkt an der 230V Steckdose (mittlerweile selten geworden)
    • Mobilfunkgerät zum Betrieb an der Kfz Board Spannung, bzw. von zu Hause an einem DC-Netzteil (12-13,8V).
    • Handfunkgerät zum Betrieb mit Akkus oder Batterien, tragbar ohne externe Stromversorgung.
  • Da es auf dem Markt so gut wie keine Heimstationsgeräte mehr gibt, schauen wir nur auf die Mobil- und Handfunkgeräte.
  • Mobilfunkgeräte, wie die Albrecht AE6110, Stabo XM3003, Team, Expert, etc. sind grundsätzlich für den Einbau in ein Auto, oder LKW gedacht. Durch die kleine Bauform findet sich selbst in modernen Autos ein Platz zur Montage im Armaturenbrett. Hat man einen Din Schacht frei (z.B. eine Ablage unterhalb des Radios) gibt es passende Din-Halter um das Funkgerät in einem freien Schacht zu montieren.
  • Möchte man das Mobilfunkgerät von zu Hause betreiben, ist eine Spannungsversorgung von 12-13,8V nötig.
    Dazu gibt es im Fachhandel passende Netzteile, die die Spannung aus der Steckdose von 230V Wechelspannung (AC) in 13,8V Gleichspannung (DC) umwandeln. Alternativ kann man eine 12V Autobatterie, oder Blei-Gel Akku für zu Hause verwenden, muss diesen aber mit einem passenden Ladegerät von Zeit zu Zeit nachladen.
  • Handfunkgeräte sind für den Betrieb unterwegs (portabel genannt) gedacht. Fast wie ein Smartphone kann man das Gerät handlich in der Jackentasche oder am Hosengürtel tragen. Eingeschränkt wird man nur durch die Antenne, welche im CB-Funk Bereich im Idealfall 5,5m lang ist und durch elektronische Verkürzung auf eine Länge von 20-30cm bei Handunkgeräten geschrumpft wird.
    Großer Nachteil dieser kurzen Antennen an Handfunkgeräten ist die geringe Reichweite. Mit einer original CB-Hanfunkgeräte Antenne lassen sich im Idealfall 2-3km überbrücken. In der Realität häufig weniger.
  • Daher ist meine Kaufempfehlung eindeutig das Mobilfunkgerät!
    Von zu Hause aus mit Netzteil und Stationsantenne oder im Auto am Boardnetz angeschlossen lassen sich mit Magnetfußantenne, bzw. fest eingebauten Antennenfuß auf dem Autodach sehr gute Reichweiten (je nach Standort) erzielen.
  • Als Einstieg eignet sich z.B. die Albrecht AE6110 sehr gut. Aber auch von CRT gibt es gute Funkgeräte in der Preisklasse um die 50-60€.
  • Waren vor 10-15 Jahren die Funkgeräte noch recht teuer (150€ und mehr) und auch nur von den renommierten Marken President, Albrecht, Stabo und vielleicht noch Team zu haben, kamen in den letzten Jahren viele neue Firmen hinzu, die die Preise fallen ließen.
  • Einkaufsliste Heimstation:Albrecht AE6110: 55,45€ (Amazon Link*: https://amzn.to/2qIeKrv)
    • Team Eco050 Stationsantenne: 45,00€ (Amazon Link*: https://amzn.to/2EXE7dn)
    • 10m RG58 Kabel mit PL Stecker: 14,90€ (Amazon Link*: https://amzn.to/2J8SX39)
    • Stahl-Steck-Mast für Antenne (je höher die Antenne umso besser): ab 25€ (im Obi nach Sat-Antennen Zubehör fragen)
    • Netzteil zum Betrieb eines Mobilfunkgerätes von zu Hause: 42,00€
      (Amazon Link*: https://amzn.to/2qIKXOK)
    • SWR-Meter zum Abgleich der Antenne auf die Sendefrequenz Team SWR1180A: 18,90€ (Amazon Link*: https://amzn.to/2qKpZ1E)
  • Gesamt: 201,25€
  • Einkaufsliste Mobilstation (Kfz-Einbau):
  • Gesamt: 109,25€
  • Im Gegenteil zur Heimstation spart man durch den Wegfall von Kabel zwischen Antenne und Funkgerät sowie dem Antennenmast fast 100€.
  • Zweiter Vorteil zum Einbau im Kfz ist, das man sich auf einen hohen Berg, oder eine Anhöhe stellen kann und von dort Funkbetrieb machen kann. Dadurch erhöht man seine Reichweite enorm und nicht jeder wohnt auf einem freien und hohen Berg und kann dort seine Stationsantenne auf 10m Antennemast aufbauen.
  • Handfunkgeräte:
  • Um dieses Thema auch etwas Aufmerksamkeit zu widmen hier kurz die Vor- und Nachteile der auf dem Markt verfügbaren Handfunkgeräten:
  • Vorteile
    • Handlich und kompakt
    • Es wird keine Zusätzliche Spannungsversorgung benötigt, da diese durch den eingelegten Akku, bzw. Akkupack gewährleistet wird
    • Antenne ist direkt am Gerät montiert (keine zusätzliche Antenne nötig)
  • Nachteile
    • Der Vorteil einer Antenne am Gerät, ist ebenfalls auch ein Nachteil. Der Grund dafür ist, das diese Antennen meistens mechanisch so verkürzt sind, das der Wirkungsgrad und die damit verbundene Entfernung sehr gering ist. Daher nutzen viele ihre Handfunkgeräte mit ausziehbaren Teleskopantennen oder mit Drahtantennen, welche an einem Baum oder Mast in die Höhe gebracht werden. Dadurch ist das Handfunkgerät aber auch nicht mehr handlicher und kompakter als ein kleines Mobilgerät mit Blei Gel Akku (bezogen auf “stationären Portabelbetrieb”. Also zu Fuß auf einen Berg und von da etwas Funkbetrieb gemacht).
    • Bedienung ist oft durch die kleinen Tasten und Doppelbelegungen der Tasten umständlich.
    • Handfunkgeräte sind teurer als Mobilfunkgeräte
  • Trotzdem gibt es gute Handfunkgeräte auf dem Markt und irgendwo haben sie auch ihre Daseinsberechtigung.
  • Zu empfehlen wäre u.A. die Alan 42 Multi für 116,99€ (Amazon Link*: https://amzn.to/2J7B7gW)
    Das Gerät ist seit vielen Jahren auf dem Markt erhältlich und für etwas mehr als 100€ sind zwei Akku-Gehäuse welche mit normalen AA Batterien oder Akkus betrieben werden kann dabei. Ausserdem ist ein KfZ-Adapter dabei um die Spannungsversorgung über den Zigarettenanzünder zu beziehen. An dem Adapter befindet sich zusätzlich ein PL Anschluss um eine externe Antenne anschließen zu können.
  • Moderner und noch kompakter gebaut ist die Stabo XH6009e für 122,00€
    (Amazon Link*: https://amzn.to/2qI7zyJ)
    Im Gegenteil zur Alan kann man hier nur den LiPo Akku zum portabel Betrieb verwenden. Akku-Gehäuse mit AA-Batterien gibt es nicht. Genauso muss ein Kfz-Adapter extra dazu gekauft werden. Dafür ist die Stabo aber etwas kleiner als die Alan.
  • Die aufgelisteten Funkgeräte, Antennen und Zubehör sind NUR Beispiele von mir. Heutzutage merkt man kaum noch einen Unterschied, ob man ein Albrecht, ein Team, ein CRT oder irgend ein anderes aktuelles Funkgerät verwendet.
    Um sich eine Übersicht der auf dem Markt verfügbaren Geräte zu verschaffen schaut am besten mal auf den folgenden Internet Shops vorbei:
  • www.bensons-funktechnik.de
    www.pmr-funkgeraete.de
    www.funkkeller-weissach.de
    www.diesnerfunk.deEinsteigern empfehle ich dringend nicht einfach etwas zu bestellen, sondern telefonisch Kontakt mit den Shopbetreibern aufzunehmen.
    Schildert eure Situation und sagt was ihr vor habt. Ob ihr das Funkgerät ins Auto einbauen wollt, oder von zu Hause aus funken wollt.
    Ich habe mit allen vier Onlineshops sehr gute Erfahrung gemacht und sicherlich bekommt ihr dort auch die passende Beratung und ein Paket nach euren Wünschen zusammen gestellt.
  • Noch etwas zum Abschluss des ersten Teils meiner Einsteiger-Blog-Serie:
  • Achtung: Finger weg von gebrauchten, teilweise alten Geräten aus Ebay & Co.
  • Oft finden sich bei ebay vermeintliche Schnäppchen und da wird ein 5-10 Jahre altes Funkgerät in guten Zustand für 15-20€ angeboten.
    In Zeiten, wo ein CB-Funkgerät für um die 50€ vom Fachhändler zu bekommen ist, rate ich jedem davon ab, gebrauchte CB-Funkgeräte zu kaufen.
    Groß in Mode war/und ist heute noch an den Geräten selber rum zuschrauben. So kann man mit einem Schraubendreher und einer kleinen Anleitung aus dem Internet locker leicht aus 4 Watt Sendeleistung 8 machen, oder die verfügbaren Kanäle von 80, bzw. 40 auf 400 erweitern.
    Oftmals sitzen Laien mit Schraubendreher und Lötkolben vor den Geräten und modifizieren diese um. Dabei kommt es nicht selten vor, das etwas kaputt geht, oder das komplette Funkgerät verstellt wird und anschließend der Empfang schlechter wurde oder man selber kaum noch zu hören ist. Hat man dann das Pech solch ein Funkgerät vermeidlich günstig gebraucht gekauft zu haben ist der Frust schnell vorprogrammiert, wenn man als Einsteiger mit einem vermurksten Funkgerät nicht gehört wird, oder selber nichts hört.
  • Daher meine Empfehlung: Gebt 20-30€ mehr aus und kauft vom Fachhändler, statt die alten Kisten bei ebay zu ersteigern.
  • Weiter geht es mit dem Aufbau der Station und dem ersten Gespräch mit anderen Funkstationen – stay tuned 🙂
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